Agentur zum Auf- und Ausbau niedrigschwelliger Betreuungsangebote
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m Werkzeugkoffer finden Sie alsbald Material, Infos und Veröffentlichungen, die Ihnen das tägliche Arbeiten in der Praxis erleichtern sollen.

Bitte beachten Sie, dass die Webseite der Agentur derzeit überarbeitet wird.

 

 

Flyer- allgemein

Angebote zur Unterstützung im Alltag

 

Übersicht der anerkannten Angebote in Bayern

Eine aktuelle Übersicht erhalten Sie auf der Seite des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege

 https://www.stmgp.bayern.de/pflege/pflege-zu-hause/angebote-zur-unterstuetzung-im-alltag/

 

 

Für die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen

 -wird derzeit überarbeitet-

 

 

Für Anbieter

-wird derzeit überarbeitet-

 

Rechtsgrundlage

Die Angebote zur Unterstützung im Alltag basieren auf der Rechtsgrundlage nach dem Sozialgesetzbuch XI (SGB XI), §45a ff.

 Sozialgesetzbuch 11 - § 45a ff.

Für den Freistaat Bayern findet sich die Ausgestaltung der Niedrigschwelligen Betreuungsangebote in der  Verordnung zur Ausführung der Sozialgesetze Abschnitt 5-8 (kurz: AVSG)

Näheres regelt die  zugehörige Verwaltungsvorschrift. Eine Überarbeitung erfolgt. 

Derzeit erfolgt eine Novellierung der AVSG und der dazugehörigen Verwaltungsvorschrift. Vor Herbst bzw. Winter 2018 ist eine Veröffentlichung nicht zu erwarten. An dieser Stelle werden nach Veröffentlichung die neuen Inhalte verfügbar sein.

 

Unterlagen zur Anerkennung und Förderung beim Zentrum Familie und Soziales (ZBFS)

Bitte nutzen Sie folgenden Link für den Antrag zur Anerkennung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag nach §45 b Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 SGB XI (= bis 31.12.2016: niedrigschwellige Betreuungsangebote / Entlastungsangebote nach § 45 b Abs. 1Satz 6 Nr. 4 SGB XI) sowie Teil 8 Abschnitt 6 der Verordnung zur Änderung der Verordnung zurAusführung der Sozialgesetze ( AVSG).

 https://www.zbfs.bayern.de/imperia/md/content/blvf/esf/antrag_anerkennung_nb_2017.pdf

Bitte nutzen Sie folgenden Link für den Antrag zum Förderantrag auf Bewilligung einer staatlichen Zuwendung nach der Richtlinie für die Förderung (RL) im „Bayerischen Netzwerk Pflege“ sowie für die Förderung von „niedrigschwelligen Betreuungs- und Entlastungsangeboten“ und von „Angehörigengruppen“ nach Teil 8 Abschnitt 6 der Verordnung zur Ausführung der Sozialgesetze (AVSG)

 https://www.zbfs.bayern.de/imperia/md/content/blvf/esf/selbsthilfegruppen/antrag_2017_nb_aa.pdf

Weitere Vorlagen, wie z.B. den Verwendungsnachweis und Vorlagen finden Sie ebenfalls auf der Seite des ZBFS  https://www.zbfs.bayern.de/foerderung/senioren/niedrigschwellige-betreuung/index.php

 

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Abtretungserklärung

Zwischen dem Träger und dem pflegebedürftigem Menschen und/oder seiner Familie kann eine sog. Abtretungserklärung geschlossen werden. Diese berechtigt den Träger direkt mit der Pflegekasse abzurechnen.

Vorlage Abtretungserklärung

Anerkennungsfiktion

Für Familienentlastende Dienste, Dienste der Familienpflege und der Dorfhilfe gibt es eine Anerkennungsfiktion, wenn Sie nach den genannten Förderrichtlinien gefördert werden. Damit die Anerkennungsfiktion greift, muss diese mit der Ausstellung einer Bescheinigung beantragt werden.

 

Aufwandsentschädigung für ehrenamtliche Mitarbeiter

Ob und in welcher Höhe Aufwandsentschädigungen von den Anbietern und Träger an die ehrenamtlichen Helfer entrichtet werden, obliegt dem Träger bzw. Anbieter. Diese vereinbart die Höhe der Aufwandsentschädigung mit dem ehrenamtlichen Helfer. Die Aufwandsentschädigung sollte nicht unangemessen hoch sein.

 

Betreuungsgruppe- Infos zur Betreuungsgruppe

Der Betreuungsschlüssel sollte zwischen einem ehrenamtlichen Helfer für drei Hilfebedürftige (1:3) und einem ehrenamtlichen Helfer für eine hilfebedürftige Person (1:1) bei intensivem Betreuungsbedarf liegen. Die Fachkraft kann über den Betreuungsschlüssel entscheiden. Diese Entscheidung sollte im Tätigkeits- bzw. Sachbericht erläutert und begründet werden. Ein Betreuungsschlüssel von mindestens 1:3 ist auf jeden Fall einzuhalten.
In den ersten beiden Förderjahren einer Betreuungsgruppe, in denen durchschnittlich weniger als drei Hilfebedürftige betreut werden können, kann die Fachkraft in den Betreuungsschlüssel mit eingerechnet werden.

Wenn das Datum des ersten Treffens noch nicht bekannt bzw. noch nicht geplant ist, können Sie hier ab Anerkennung eintragen.

Bitte teilen Sie alle Änderungen bzgl. der Angebote zur Unterstützung im Alltag (z.B. neue Helfer, neue Fachkraft, andere Räumlichkeiten) dem Zentrum Bayern Familie und Soziales mit.

 

Fahrdienste

Falls Sie in Ihrem Angebot Fahrdienste anbieten, beachten Sie bitte Folgendes. Es gilt grundsätzlich das Personenbeförderungsgesetz § 1 für die Angebote zur Unterstützung im Alltag.

Nachfolgend die gesetzliche Grundlage:

Gesetzliche Grundlage
Personenbeförderungsgesetz § 1
(1) Den Vorschriften dieses Gesetzes unterliegt die entgeltliche oder geschäftsmäßige Beförderung von Personen mit Straßenbahnen, mit Oberleitungsomnibussen (Obussen) und mit Kraftfahrzeugen. Als Entgelt sind auch wirtschaftliche Vorteile anzusehen, die mittelbar für die Wirtschaftlichkeit einer auf diese Weise geförderten Erwerbstätigkeit erstrebt werden.

Abgrenzung im Gesetz: Personenbeförderung/Fahrdienst

(2) Diesem Gesetz unterliegen nicht Beförderungen

1.    mit Personenkraftwagen, wenn diese unentgeltlich sind oder das Gesamtentgelt die Betriebskosten der Fahrt nicht übersteigt;

2.    mit Krankenkraftwagen, wenn damit kranke, verletzte oder sonstige hilfsbedürftige Personen befördert werden, die während der Fahrt einer medizinisch fachlichen Betreuung oder der besonderen Einrichtung des Krankenkraftwagens bedürfen oder bei denen solches auf Grund ihres Zustandes zu erwarten ist.

Satz 1 Nummer 1 gilt auch, wenn die Beförderungen geschäftsmäßig sind.

 

Für Ihren Fahrdienst bedeutet das Folgendes:

Wenn die Beförderung eines Pflegebedürftigen dem Zweck dient, die Begleitungs- und/oder Betreuungsleistung abzurechnen, ist deshalb immer eine Erwerbstätigkeit gegeben.

Auch wenn die Fahrt für Pflegebedürftige kostenlos angeboten wird, ist die Fahrt nicht unentgeltlich wegen der Finanzierung der Begleitperson oder des Fahrers.

Die Personen, die in diesem Zusammenhang Beförderungsfahrten vornehmen, benötigen einen grundsätzlich einen Personenbeförderungsschein.

Für die Erteilung eines Personenbeförderungsscheines oder die Notwendigkeit einer Ausstellung ist das Ordnungsamt bzw. die Führerscheinstelle des jeweiligen Landkreises oder kreisfreien Stadt zuständig.

Wenn die zuständige Behörde keine Notwendigkeit sieht, dass für Fahrten im Rahmen der Angebote zur Unterstützung im Alltag ein Personenbeförderungsschein erforderlich ist, sollte das schriftlich bestätigt werden.

Vorab sollte das Angebot durch den Träger genauer beschrieben werden und die möglichen entstehenden Kosten dargelegt werden. Darin enthalten sollten auch folgende Fragen geklärt werden: welche Kosten sollen Pflegebedürftigen in Rechnung gestellt werden? Welche Kosten sind für (ehrenamtliche) Fahrer(Innen) vorgesehen? Wie werden Betriebskosten gedeckt? 

Sprechen Sie mit der Führerscheinstelle bzw. dem Ordnungsamt in Ihrer Stadtverwaltung oder Landratsamt.

Ggf. können Sie die Kollegen und Kolleginnen, die sich für die Seniorenarbeit in der Verwaltung engagieren bei Ihrer Anfrage unterstützen.

 

 

„Projektbeschreibung“ und „Konzept zur Qualitätssicherung“

Die Begriffe "Projektbeschreibung" und "Konzept zur Qualitätssicherung" können synonym verwendet werden.

Jedes Angebot benötigt ein eigenes Konzept. Wenn die Anerkennung für mehrere Angebote zur Unterstützung zeitgleich beantragt wird, reicht ein Konzept, wenn die einzelnen Angebote klar voneinander abgegrenzt sind.  
Bei wesentlichen Änderungen hinsichtlich der angebotenen Leistungen ist das Konzept entsprechend fortzuschreiben und zu aktualisieren.

Folgende Angaben müssen in der Projektbeschreibung enthalten sein:

  • Konzept zur Qualitätssicherung
  • Angaben zur zielgruppen- und tätigkeitsgerechten Qualifikation der Helfer
  • Angaben zu den Schulungen und Fortbildungen der Helfer
  • Angaben zur Sicherung der kontinuierlichen fachlichen Begleitung und Unterstützung insbesondere der ehrenamtlichen Helfer
  • Angaben zum Grund- und Notfallwissen (Ein auf da jeweilige Angebot bezogenen Wissen, welche Notfälle bei den von Ihnen betreuten Personenkreis ggf. auftreten können und wie die Helfer damit umgehen müssen.)
  • Leistungsübersicht über die Angebotenen Leistungen
  • Angaben zur Höhe der Kostenbeiträge


 

Vereinbarung zwischen Träger und ehrenamtlichen Helfer

Vorlage: Vereinbarung zwischen Träger und ehrenamtlicher Helfer

 

Vereinbarung zwischen Familie und Träger

Vorlage: Alltagsbegleiter

Vorlage: Betreuungsgruppe

Vorlage: Haushaltsnahe Dienstleistung

Vorlage: ehrenamtlicher Helferkreis

 

Verlässliches und auf Dauer ausgerichtetes Angebot

Ein Angebot gilt als verlässlich, wenn sich 3 ehrenamtliche Helfer im Angebot engagieren. Diese Regelung gilt, damit im Krankheits- und/oder Urlaubsfall das Angebot trotzdem noch angeboten werden kann.   
Das Angebot ist auf Dauer ausgerichtet, bedeutet, dass es ohne zeitliche Begrenzung angeboten wird, d.h. dass kein Ende beabsichtigt ist.

 

Versicherungsnachweis

Für den Antrag auf Anerkennung benötigen Sie einen Nachweis zur Haftpflichtversicherung, darüber hinaus bei den Haushaltsnahen Dienstleistungen einen Nachweis zur Unfallversicherung. 

Für den Antrag benötigen Sie keine beglaubigte Urkunde, bzw. reichen Sie nicht das Original ein, eine Kopie reicht aus.Es muss ein Datum oder eine Laufzeit ersichtlich sein.

 

(Geeignete) Räumlichkeiten

Die leitende Fachkraft kann über die Eignung der Räumlichkeiten entscheiden. Folgende Kriterien sollten berücksichtigt werden:

·        Die sanitären Einrichtungen sollten der Zielgruppe

         entsprechend bedürfnisgerecht eingerichtet sein.

·        Fenster und Türen sollten soweit erforderlich gesichert sein.

·        Eventuelle Stolperfallen sollten beseitigt werden.

Ob und welche Maßnahmen zu treffen sind, ist im Einzelfall zu prüfen.

 

Rechnung

Der Träger kann seine Leistung in Rechnung stellen. Die Rechnungstellung erfolgt zwischen dem Träger und dem pflegebedürftigen Menschen und/oder seiner Familie.

Vorlage Rechnungsstellung

 

Schulung

Eine angemessene fachbezogene Schulung bedeutet, dass die ehrenamtlichen Helfer eine Schulung mit 40 SE à 45 Minuten nach den Schulungsempfehlungen des GKV-Spitzenverbandes und des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e. V. zur Förderung von niedrigschwelligen Betreuungs- und Entlastungsangeboten, ehrenamtlichen Strukturen und der Selbsthilfe erhalten. Die Schulung muss vor dem ersten Einsatz des ehrenamtlichen Helfers abgeschlossen sein.

Die ehrenamtlichen Helfer sollten durch die leitende Fachkraft unterstützt und angeleitet werden.

 

Tätigkeitsbericht

Als Hilfe zur Erstellung des Tätigkeitsberichtes gibt es auf der Internetseite des ZBFS ein Formular. Der Tätigkeitsbericht ist für das vergangene Jahr zu schreiben und bis zum 31. März einzureichen.

 

TiPi- Hinweise zum TiPi

Die Tagesbetreuung in Privathaushalten findet in den privaten Räumlichkeiten des Gastgebers statt.

Die leitende Fachkraft kann über die Eignung der Räumlichkeiten entscheiden. Folgende Kriterien sollten berücksichtigt werden:

·        Die sanitären Einrichtungen sollten der Zielgruppe entsprechend

         bedürfnisgerecht eingerichtet sein.

·        Fenster und Türen sollten soweit erforderlich gesichert sein.

·        Eventuelle Stolperfallen sollten beseitigt werden.

Ob und welche Maßnahmen zu treffen sind, ist im Einzelfall zu prüfen.

 

In Kürze erfolgen weitere Veröffentlichungen im Werkzeugkoffer!

 

 

Kontaktdaten

Agentur zum Auf- und Ausbau von Angeboten zur Unterstützung im Alltag

Spitalgasse 3
90403 Nürnberg

Telefon: 0911 - 37 77 53 26
 info(at)unterstuetzung-alltag-bayern.de